Neue Monographie zum Streit um das AT

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Es ist schon zwei Jahre her, dass der große Streit sich in der Fakultät ausbreitete. Der Streit um das Alte Testament. Welchen Charakter hat es? Und welchen Stellenwert nimmt es in der Christenheit vor dem Hintergrund der jüngeren Entwicklungen in der Theologie ein?

Nun, zwei Jahre später legt Prof. Slenczka nach und eine neue Monographie vor, in der er nochmals seine Thesen vorträgt und verteidigt. Zu dem Thema ist ein sehr schöner Artikel in der Frankfurter Rundschau erschienen, den ich Euch nicht vorenthalten will. 

/dkz

 

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Aus: Der Bibelstreit – von Dirk Pilz. Erschienen auf www.fr.de (11.08.2017 18:17 Uhr). 

Nicht Christen, sondern Juden angesprochen? 

Slenczka sagt, mit Blick auf die Geschichte und den Stand der theologischen Erkenntnisse könne die Kirche das Alte Testament nicht mehr so verstehen, wie es in der Kirche lange verstanden wurde, nämlich als Sammlung von Texten, in denen bereits der neutestamentliche Christus verkündigt wird. Dann aber, so seine durchaus feingliedrige Argumentation, kann das Alte Testament eben auch nicht mehr den kanonischen Rang haben, der ihm bislang in der Kirche zukommt. Es sei ja auch bezeichnend, so schrieb er 2013, dass Christen mit den alttestamentlichen Texten „fremdeln“, denn in ihnen seien nicht Christen, sondern Juden angesprochen. 

Diese Formulierung hat ihm viel Kritik eingebracht, besonders von Seiten der Vertreter des jüdisch-christlichen Dialogs. Jetzt hat er in einem umfangreichen, unbedingt lesenswerten Buch darauf Punkt für Punkt reagiert. Er spricht jetzt von einer „theologischen Zwickmühle“: Das Alte Testament gehöre auch für Christen zur Bibel, aber in ihnen sei nicht von Christus die Rede. Die traditionelle Deutung des Alten Testaments, der zufolge die Kirche in Kontinuität zum alttestamentlichen Israel, dem Volk Gottes, stehe, sei heute aus Respekt vor dem Judentum nicht mehr möglich.

Quelle: Frankfurter Rundschau (http://www.fr.de/kultur/theologie-der-bibelstreit-a-1329439; abgerufen 23.9.17 9:10 Uhr)

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